Parry Sound, Übergabe Max und weitere Tage in Ottawa
Immer noch am 2.7.:
Um 6 Uhr abends kamen wir dann bei J and G an und bekamen dann von ihnen blueberry cones und Zimmerschlüssel. Außerdem ließ Nina uns wissen, Papi möchte doch bitte morgen von einer Rückkehr absehen, da sie erstmal ihre Ruhe haben möchte.
Papi:
Wir gingen noch in's Dorf Parry Sound. Grosse Feierstimmung, alles was sich bewegen konnte hat sich auf dem Festplatz am Hafen versammelt Max guckt etwas mißgrämig ... nicht seine Welt... Kiosk, Tourist information und Flugbüro hören wir fliegen nicht mehr möglich, auch morgen früh vor unserer Abfahrt keine Chance, da ausgebucht. Wir gehen dan in das laut Max beste Gasthaus am Platze und essen überbackene Shrimps, Clows, Seelachsfilet. Wilde Mischung und große Portion. Immer noch werden wir abends müde, also zurück zu Nicoline's Gästehaus und Schlaf tanken ... Kein Handy- oder Internetanschluß, also wirklich abgetrennt von allem, was man so gewöhnt ist! Da merkt man erst, wie man sich an diese Dinge gewöhnt hat!
Nächsten Morgen alles zusammenraffen, Schwimmen im See, schnell noch Morgenfotos schießen, Brief an Nicoline - und Check für das Camp. 8h Abfahrt, langweilige Fahrt durch tundra artige, felsige und mückige Landschaft. Jeder Naturschützer muß bei dieser Behandlung der Mutter Erde das große Heulen kriegen: Motel, gas station, truck stop oder einfach ein Häuschen wird am Highwa hochgezogen, wenn das venture nicht succeeded, dann stehen lassen und weiterziehen! Aber auch de, bei denen esläuft, scheinen sich nicht um Kleinigkeiten wie alten Schrott oder Müll allzusehr zu scheren. ine ganz nette gas station angesteuert, home made und backfrische muffin, cinamed und Brot gegessen ... da kann man nicht schlanker werden :-) 12h dann Ankunft beim Bootssteg des Camps. Max kann gleich in ein paar Minuten mit dem angekommenen Bus auf die Insel übersetzen (wir dachten eigentlich 1:30 soll's losgehen, aber die meinten er kann doch schon mit dieser Gruppe übersetzen...). Mit Colin (das war der, der uns auch die gute Wegbeschreibung gemailt hatte) nochmals evtl. Zahlungen wie hospital etc. abgesprochen. Max hat meine Kreditkarte - da sollte also nun für jede Eventualität vorgesorgt sein.
Großer Abschied ... naja jetzt ist er mit 150 Kanadiern auf dem John's island - vgl. YMCA Website. Außer Boot gibt es keinen Zugang, dieses bringt alle 3 Tage Verpflegung und Post. Sein Leaderin ist als solche schon zum 3. Mal dabei, letztes Jahr hatte sie zwei Mexikaner unter ihren Fittichen. Es fahren 50 leader und 100 Teilnehmer auf die Insel. 20-30 fahren wie Max die 200 km Kanu Tour. 20 bleiben wie Max zwischen den Kursen auf der Insel. Macht alles einen sehr klar organisierten Eindruck! Übergabe spielt sich also in Windeseile ab, Ticket, Geld und Paßport checken und schon ist er mit seiner leaderin auf dem Transportschiff. Natürlich gibt es wieder Fotos!
Noch eine Bemerkung am Rande: Letztes Jahr gingen doch in NY und Umgebung - dazu zählt auch Toronto - doch das Licht/Strom aus ... Nicht so auf John's Island, dort funktionierte der Generator einwandfrei! Die merkten davon also nichts.
Ich selbst klemme mich also wieder hinter das Steuer, steuere wieder Sudbury (eines dieser vielen häßlichen Nester, wenn man sich das dann noch im monotonen Winter vorstellt - da muß man ja depressiv werden!) an und fahre durch die eintönige Landschaft in Richtung Ottawa. Dort Ankunft spät abends, nachdem ich wegen Geschwindigkeitsüberschreitung sehr freundlich aber bestiimt von einem Sheriff auf dem Lande belehrt wurde ... Der hatte mir entgegekommend die Geschwindigkeit sehr richtig mit 125 anstatt der erlaubten 90 gemessen. Bitte nicht vergessen: Km nicht Meilen! In Kanada ist sympathischerweise alles metrisch ... Ottawa ist nun schon 100-200 km vorher ein Genuß für's Auge: Es gibt hie und da auch mal gepflegte Farmen, der Schrott und Dreck nimmt deutlich ab und die Stadt als solche hat optisch ihre Reize, alt und neu sind gut kombiniert auch bei der modernen Architektur sieht man, man hat sich Gedanken gemacht. Noch viel mehr Fahrradfahrer auf den Straßen als in Toronto, schon sehr französisch anheimelnd! Im b&b ist richtig cosy, altes, sympatisches Ambiente, nicht billig aber mitdem netten Service und dem genialen Frühstück allemal sein Geld wert.
Sonntag:
Mails und Adressen bearbeitet - gute Internet Verbindung, trotz b&b! Nette Stimmung, nettes Volk. Laufen am Ottawa River, wohltuendes Ambiente, nicht so laut wie Toronto, schöne Parks und VIEL Grünflächen. Dann eine klassische City Sight Seeing Tour, dann Ausstieg beim experimental farming museum. Dort gabs bayrische Pferde und Holsteiner und viele Rosen von Cordes. Tja Canada ist zwar das 2. größte Land der Welt, aber Deutschland ist nicht fern ... Da fahre ich also nach Ottowa um mir dt. Vieh anzuschauen :-) Der Guide vom Sight Seeing Bus hat auch nur Unverständnis gezeigt. Leider ist heute der letzte Tag des Jazz Festivals, nur noch zwei Stunden werden dort gespielt. Nächste Woche wäre das Bluesfestival. Vielleicht sollte ich meine business trips in Zukunft besser mit den lokalen Festivitäten koordinieren :-)
Last modified 28.12 08:43 PM